Mach eine kurze Selbstbefragung!
Kortison Check
ECCO Guidelines empfehlen, Kortison nicht länger als 3 Monate durchgehend einzunehmen!
 
 
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  • 10 Fragen zu deinem Kortisongebrauch
  • Reagiere rechtzeitig!
  • Als Leitfaden für deinen Arzttermin

Kortison wird bei moderaten bis schweren Schüben von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa verschrieben, da es eine rasche Wirksamkeit aufweist und die Entzündungen einzelner Darmabschnitte abklingen lässt. Es ist Bestandteil der Akuttherapie, doch keine Dauerlösung, da lediglich Symptome bekämpft werden. Die anfänglich positiven Effekte halten bei längerfristiger Einnahme nicht immer an und können, wie bei allen Arzneimitteln, von zahlreichen Nebenwirkungen begleitet werden.

Durch die gewünschte Unterdrückung des Immunsystems kann die Infektanfälligkeit erhöht sein. Zusätzlich kann es u.a. zu Blutdruckanstieg, Blutzuckererhöhung, Akne, Schlafstörungen, Wassereinlagerung im Gewebe und Gewichtszunahme kommen. Manche Patienten leiden unter dieser Therapie an einem sogenannten Cushing- Syndrom mit Vollmondgesicht.

Bitte beachte jedoch, dass es bei jeder CED –Medikation zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen kann.

Mach eine kurze Selbstbefragung!

Das Ergebnis des Kortisonchecks kann zu deinem nächsten Arzttermin mitgenommen werden und ist für deinen Arzt eine wertvolle Hilfe für deine Weiterbehandlung.

Referenzen:

  1. Heimo Wenzl, Wiener Medizinische Wochenschrift Skriptum 13/2010
  2. Preiß JC et al. Aktualisierte S3-Leitlinie – Empfehlung 2-1 Z Gastroenterol 2014; 52: 1431–1484
  3. Van Asche G et al. Journal of Crohn’s and Colitis 2010; 4:7-27; Auszug aus ECCO Guidelines, Definitions; 1.1.8.
  4. Dignass A. et al. Journal of Crohn’s and Colitis 2012; 6:965-990; Auszug aus ECCO Guidelines; Definition; 1.2.10

AUSWERTUNG:

Wie ist der Kortison- Check zu deuten?
Kommt es unter Steroiden zu keiner Besserung deiner chronisch entzündlichen Darmerkrankung oder dauert die Therapie länger als 3 Monate (bitte beachte vor allem Frage 6, 7, 8, 9 und 10) suche bitte einen Gastroenterologen für ein Gespräch zu einer möglichen Therapieoptimierung auf.

Referenzen:

  1. Mowat, C. et al. (2011) Guidelines for the management of inflammatory bowel disease in adults. Gut. 60(5):571-607.
  2. Gomollón, F. et al. (2016) 3rd European Evidence-based Consensus on the Diagnosis and Management of Crohn's Disease 2016: Part 1: Diagnosis and Medical Management. Journal of Crohn's and Colitis. 1-23 (doi:10.1093/ecco-jcc/jjw168)
  3. Magro, F. et al. (2017) Third European Evidence-based Consensus on Diagnosis and Management of Ulcerative Colitis. Part 1: Definitions, Diagnosis, Extra-intestinal Manifestations, Pregnancy, Cancer surveillance, Surgery, and Ileo-anal Pouch Disorders. Journal of Crohn's and Colitis. 2017, 1-39 (doi:10.1093/ecco-jcc/jjx008)

Bitte beachte: In der Kommunikation mit den Patienten werden die Wörter „Kortison“, „Glukokortikoide“ und „Steroide“ für das gleiche Wirkprinzip einer Medikamentengruppe verwendet.

Dieser Fragebogen und seine Ergebnisse sollen dir als Orientierung dienen und keinesfalls das Arztgespräch ersetzen. Er kann als Leitfaden für deinen Termin bei einem Arzt dienen.