Warum Sport auch bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa gut tut

Sport und chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (CED) schließen sich keineswegs aus. Die Wirkunge von regelmäßigem Sport auf CED ist nur bisher kaum erforscht. Einig ist sich die Wissenschaft jedenfalls in einem Punkt: Sport löst keine Schübe aus. Vielmehr mehren sich die Hinweise, dass sich regelmäßige Aktivität, z. B. 2- bis 3 Mal pro Woche á 30 Minuten, positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken kann, denn sie bringt viele Vorteile mit sich:
  • Stärkung des Immunsystems: Bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen kommt es zu einer Überreaktion des Immunsystems. Es interpretiert harmlose Bakterien und Stoffe als gefährlich und reagiert mit einer Entzündung. Je stärker das Immunsystem ist, umso mehr Abwehrzellen enthält es. Und umso besser kann es mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa umgehen.
  • Steigerung des Wohlbefindens: Sport stärkt Muskulatur, Gelenke, Sehnen, Bänder und Knochen. Er verbessert die Durchblutung und wirkt sich positiv auf Stoffwechsel, Blutdruck und Atmung sowie auf das Herz-Kreislauf-System aus. Nicht zuletzt bringt er ein besseres Körpergefühl mit sich.
  • Positive Auswirkungen auf die Psyche: Das Gehirn schüttet beim Sport Glückshormone aus, gleichzeitig baut es Stresshormone ab. Beides hebt die Stimmung, kann Ängste lindern und das Selbstvertrauen steigern. Nach dem Sport fühlt man sich einfach gut! Vielleicht hilft es, sich dieses gute Gefühl in Erinnerung zu rufen, wenn der innere Schweinehund mal wieder zu laut bellt.

ATHUG170624-11072017


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