Worauf du beim Sport achten solltest

Bei allen sportlichen Aktivitäten gilt es, auf dein eigenen Körper zu hören und nicht zu übertreiben! Sebastian Kneipp, der Vater der Wasserkur, bringt es auf den Punkt: „Untätigkeit schwächt, Übung stärkt, Überlastung schadet.“

Wie viel Sport du treiben solltest und was es zu vermeiden gilt, hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren wie dem Schweregrad deiner Erkrankung, von Begleiterkrankungen, Komplikationen und der individuellen körperlichen Verfassung ab. In akuten Phasen solltest du es auf jeden Fall langsam angehen oder die sportlichen Aktivitäten ganz einstellen, wenn du dich zu schwach dafür fühlst. Zudem tragen Trainingspausen zur Regeneration bei! Ein paar Grundregeln, die du auf jeden Fall beachten sollten:

  • Sport nach Operationen im Bauchraum: Vermeide Sportarten, die buchstäblich auf den Bauch gehen! Von Sit-Ups bis zu Ballsportarten, bei denen der Ball die Körpermitte treffen könnte.
  • Medikamente und Sport: In seltenen Fällen kann die langfristige Einnahme von Kortikoiden zu Osteoporose (Knochenschwund) führen. In diesen Fällen bieten sich schonende Sportarten wie Schwimmen an. Wenn du Ciclosporin einnimmst, solltest du darauf achten, genügend Magnesium zu dir zu nehmen, denn die Therapie führt zu Magnesiummangel.
  • Sport bei künstlichem Darmausgang (Stoma): Auch mit Stoma ist Sport möglich! In der Zeit nach der Operation sollte der Bauchraum allerdings geschont werden und auch später solltest du äußere Einwirkungen auf die Bauchmuskulatur vermeiden.
  • Sport bei Begleiterkrankungen: Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen können sich auch außerhalb des Verdauungsapparats zeigen, zum Beispiel an den Gelenken oder der Leber. Dann solltest du größere Anstrengungen und gelenksbeanspruchende Sportarten wie Laufen meiden.

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